Impfungen für mein Tier – was, wann und wieviel?

Die meisten Tierhalter lassen noch immer ihren Hund oder ihre Katze im Welpenalter gegen die gängigen Krankheiten grundimmunisieren und frischen die Impfungen jährlich auf. Aber ist das überhaupt sinnvoll?

Man sollte sich also zuerst einmal mit den unterschiedlichen Krankheiten auseinandersetzen, gegen die geimpft werden soll. In welchem Alter sollte geimpft werden, welche Impfintervalle sind richtig, welche Nebenwirkungen gibt es und was passiert eigentlich, wenn ich nicht impfen lasse?

Ich möchte Ihnen in meinem Vortrag am 26.10.2019 von 11:00 – 14:00 Uhr die Informationen für Ihre individuelle Impfentscheidung zur Verfügung stellen und freue mich, Sie im Pferdesportverband Rheinland e.V., Weißenstein 52 in 40764 Langenfeld zu begrüßen.

Ihre Anmeldung senden Sie bitte an Gabriele Müller, info@escriva.de.

Vielen Dank.

 

Foto: ® Timo Klostermeier / pixelio.de

Hätten Sie gewußt …

… daß der Cavalier King Charles die einzige Hunderasse ist, für die in England extra ein eigenes Gesetz erlassen wurde?
Weil er zu den Lieblingshunden des englischen Königs Charles I (1600 – 1649) gehörte, erließ dieser ein Gesetz, wonach ein Cavalier King Charles überall im Königreich Zugang zu öffentlichen Gebäuden hat.
Dieses Gesetz ist nach wie vor in Kraft und wurde vor gar nicht so langer Zeit von einem englischen Hundebesitzer beim Betreten der Londoner Gerichtsräume in Anspruch genommen.

Foto: © Nikolai Fokscha  / pixelio.de

Von Stadtwölfen und Indoorhunden

Zu Beginn des industriellen Tierfutters im 19. Jahrhundert gab es: einfach Futter, Hundefutter. Und dann irgendwann Trocken- und Feuchtfutter. Ich möchte mich hier im Folgenden speziell der irrwitzigen Entwicklung des Trockenfutters annehmen.
Zuerst gab es Trockenfutter für Hunde. Egal, für welchen.
Dann fing man an, verschiedene Trockenfutter zu entwickeln. Erst einmal nachvollziehbar scheint die Unterscheidung des Futters nach Alter. Ein Welpe steckt im Wachstum und Knochen und Muskeln müssen sich erst nach und nach entwickeln. Als ausgewachsener Hund deckt man den Erhaltungsbedarf und beim alten Hund fährt man den Nähstoffgehalt etwas zurück, da auch die Aktivität abnimmt.
Also gibt es nun Welpen- und Seniorfutter sowie Futter für den erwachsenen Hund.
Im Wolfsrudel hingegen gibt es nur das Beutetier, von dem alle fressen. Also ist diese Unterscheidung sinnvoll oder nicht?
Findige Produktentwickler meinten dann, daß doch ein immenser Unterschied zwischen Dogge und Dackel besteht. Diesen immensen Unterschied gibt es natürlich, denn in er Größe unterscheiden sich die beiden Rassen beträchtlich. An der Physiologie der Verdauung konnten einige Jahrzehnte der Zucht aber nichts ändern. Evolution dauert einfach ein bischen länger.
Aber zurück zum Futter. Wenn doch die Verdauung aller Hunderassen, egal ob Dackel oder Dogge, gleich funktioniert, wozu brauche ich dann ein Spezialfutter für jede Rasse?
Bei einem Blick auf die Zutatenliste fällt dann auch auf, daß die Unterschiede doch nur marginal, wenn überhaupt erkennbar sind.
Jetzt kann man noch die unterschiedliche Krokettengröße als Unterscheidungsmerkmal aufführen. Aber braucht Hund die wirklich? Wie macht das nur der Wolf, wenn er zusammen mit seinem Rudel ein größeres Beutetier gerissen hat? Er benutzt sein Gebiss! Damit trennt er einzelne Bissen aus dem Beutetier und schluckt diese im Ganzen herunter.
Der Anspruch an die Krokettengröße beim Trockenfutter ist wohl eher dem Menschen geschuldet, der meint, daß ein kleiner Hund auch bitte kleinere Kroketten braucht.
Immer mehr Menschen finden diese Zusammenhänge unlogisch und unterscheiden im Bedarf nur nach den Anforderungen und Lebensumständen. Es erscheint schließlich sinnvoller, daß ein Schlittenhund, eine Hündin mit Welpen oder ein jagdlich geführter Hund einen höheren Bedarf hat, als ein Hund, der nur zweimal am Tag an der Leine um den Block geführt wird und ansonsten auf dem Sofa kuschelt.
Wie reagiert die Futterindustrie darauf? Natürlich mit einem Spezialfutter, je nach Lebensstil des Hundes!
Und so kommt es, daß es inzwischen das Futter „Urban Life“ gibt. Also ein Futter für den Hund, der in der Stadt lebt. Wie unterscheidet sich sein Leben von dem eines Bauernhof-Hundes? Er muß mit Lärm, Abgasen und wenig Natur zurechtkommen. Das erfordert natürlich eine besondere Ernährung. Das Gleiche gilt für das Futter „Indoor Life“, wobei ich mir bei diesem Namen (Leben im Haus) lieber nicht den Lebensraum vorstellen möchte.
Für mich treibt diese Entwicklung mittlerweile absurde Blüten und ist nicht mehr nachvollziehbar. Erinnern wir uns: die Zucht hat das Aussehen, die Größe und bestimmte Leistungsmerkmale verändert, nicht aber die Physiologie.
Das Futter sollte doch vielmehr nach seinen Inhaltstoffen beurteilt werden und danach, wie gut es verwertbar ist. So naturnah wie möglich wäre also ein Anspruch, den ich an industrielles Fertigfutter hätte.

Foto: © Sylvia Voigt / PIXELIO

New dogs with jobs

Früher hatten die Hunde noch Aufgaben. Und heute? Da treibt die Tierzucht bisweilen merkwürdige ästhetische Blüten. Dabei gäbe es doch noch so viel zu tun…
Noch vor ein paar Jahren wurden Hunde mit dem Ziel gehalten, den Hof zu bewachen, die Schafe zu hüten oder Wild aufzuscheuchen. Für einige Hunde gibt es natürlich immer noch eine handwerkliche Verwendung, wie z.B. für den Blindenhund, den Lawinen- oder Drogenspürhund. Auch neue „Jobs“ wie Epilepsie- oder Diabetes-Warnhunde gibt es.
Heute aber dienen Hunde eher der Gesellschaft des Menschen oder sollen ästhetische Anforderungen erfüllen. Wenn der Mops wegen seiner kurzen Schnauze kaum noch Luft bekommt und bei englischen Bulldoggen der Kaiserschnitt zur Regel wird, weil der Schädel der Welpen zu massiv für den Geburtskanal ist, dient die Zucht allerdings keinem sinnigen Zweck.
Ich finde es daher an der Zeit, sich wieder auf den ursprünglichen Zweck der Zucht zu besinnen! Hier meine persönliche – nicht ganz ernst gemeinte – Wunschliste:

  1. Der Werkstatt-Basset
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    Wegen seiner kurzen Beine häufig belächelt, würde sich doch gerade der Basset besonders gut als Werkzeug-Gehilfe in Werkstätten eignen. Er kennt sich aus, und kann dem Meister immer das passende Werkzeug reichen, wenn dieser auf der Rollpritsche unter dem Wagen liegt.
  2. Der Shopping-Pudel
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    Oder der Shopping-Pudel, der sich immer passend und stilecht zum eigenen Outfit präsentiert und elegant die eingekauften Modeaccessoires nach Hause trägt. Und für die preisbewußte Frau erschnüffelt er auch das ein oder andere Schnäppchen. Na, wollen Sie auch so einen „Shopudel“? Den gibt es sogar in verschiedenen Größen, selbst in Size Zero.
  3. Der Powerbank-Bernhardiner
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    Was dem Lawinenopfer der rettende Schnaps war, ist dem heutigen Alpinisten die Notfallstromversorgung für das Smartphone. Ein Bernhardiner als mobile Ladestation ist der richtige Ansatz. Egal ob Schneeverhältnisse aus St. Moritz oder die aktuellen Modetrends aus Ischgl: Mit diesem Hund bleibt Herrchen stets up-to-date.
  4. Der Wischmop-Bobtail
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    Mit seinem besonders saugfähigen Fell wäre der Wischmopp-Bobtail im Haushalt eine echte Hilfe, um alle Böden naß zu wischen. Und weil der Name ein echter Zungenbrecher ist, habe ich ihn auf „Wisch-Bob“ abgekürzt. Das läßt sich doch viel leichter merken. Gut ausgebildet, kann man den Stil abschrauben und er findet allein die schmuddeligsten Ecken. Damit übertrifft er jeden Saugroboter.
  5. Der Parkplatz-Windhund
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    Bei der Parkplatzsuche im Einkaufscenter könnte ein Windhund behilflich sein, der einem in Windeseile einen freien Platz zeigt. Und wem das Einparken schwer fällt, dem ist der „Windi“ ebenfalls behilflich. Durch Bellen in ansteigender Frequenz zeigt er den geringer werdenden Abstand zum Nachbarauto an, bevor es kracht.
    Welche neue Rasse ist Ihr Favorit? Welche Marktlücke sollen Züchter Ihrer Meinung nach noch füllen? Auf Ihre Kommentare und Ideen freue ich mich schon jetzt!
    Und wer noch ein bischen sein Evolutionswissen erweitern möchte, dem sei der Artikel von Axel Hacke des Süddeutsche Zeitung Magazins empfohlen.

Mit dem Hund auf Reisen

Sommerzeit ist Reisezeit!

Die schönste Zeit des Jahres ist für die meisten Menschen der Sommer. Dann geht es ab in den Urlaub. Egal, ob es in die Berge oder ans Meer geht, der Hund soll natürlich mit.
Sicher haben auch Sie schon Pläne geschmiedet. Aber haben Sie an alles gedacht?

Was gilt es zu beachten?

Wenn Sie mit Ihrem Hund ins Ausland reisen wollen, müssen Sie natürlich zu allererst die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes und aller dazwischen liegenden Transitländer beachten. Aktuelle Informationen hierzu erhalten Sie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Dazu gehören neben dem Nachweis über einen ausreichenden Impfschutz auch der EU-Heimtierausweis und ein implantierter Chip, der zweifelsfrei die Identität des Hundes nachvollziehbar macht.
Bitte kümmern Sie sich frühzeitig, denn für die Einreise in manche Länder muß ein ausreichender Schutz gegen Tollwut mindestens 30 Tage nach der Impfung und mindestens drei Monate vor der Einreise nachgewiesen werden. Also mindestens 4 Monate vor dem Urlaub kundig machen!

Hier geht’s lang

Als nächstes sollten Sie die Reiseroute planen. Wenn Sie mit dem Auto reisen, planen Sie bitte ausreichend Pausen für sich und den Vierbeiner ein. Vielleicht gibt es auf der Strecke geeignete Gebiete zum Gassigehen, aber auch für die Versorgung mit Futter und Wasser müssen Sie Pausen einplanen. Je nach Länge der Fahrt sollten Sie sich auch nach Hotels oder Pensionen erkundigen, in denen Ihr Hund willkommen ist.

Und dann heißt es: Koffer packen!

Zur Ausrüstung Ihres Hundes gehören wie bei Ihnen die gültigen Reisepapiere (EU-Heimtierausweis, evtl. schriftlichen Nachweis über ausreichenden Tollwutschutz).
Daneben brauchen Sie eine Transportbox oder ein Geschirr zur Sicherung Ihres Hundes während der Fahrt. Vielleicht machen Sie es Ihrem Vierbeiner auch mit einer Decke im Auto ein bischen gemütlich.
Für die Dauer der Reise sollten Sie Näpfe, sowie eine ausreichende Menge Futter und vor allem Wasser mitnehmen und leicht erreichbar verstauen. Falls Ihr Hund an Unverträglichkeiten leidet oder auf Futterwechsel empfindlich reagiert, nehmen Sie entsprechend mehr Verpflegung für die gesamte Urlaubsdauer mit. Über die gewohnten Leckerchen und Snacks freut sich Ihr Hund natürlich ebenso.
An die Gassiausrüstung wie Geschirr oder Halsband und Leine denkt man meistens, da sie einem im täglichen Zusammenleben mit einem Hund geläufig sind. Aber haben Sie auch an Körbchen und Decken als Liegeplatz für Ihren Vierbeiner gedacht? Nicht zu vergessen ein wenig Spielzeug, damit der Hund sich auch bei Ihrer Abwesenheit beschäftigen kann.
Leider kommen Sie auch im Urlaub nicht um die Fellpflege herum. Packen Sie also auch Hundeshampoo, Handtuch, Bürsten und Kämme ein. Je nach Reiseziel macht die Mitnahme von Antiparasitika, also Mitteln zum Abhalten oder Abtöten von Parasiten, sowie eine Zeckenzange Sinn.

Für den Fall der Fälle

Manche Hunde sind krank und benötigen dauerhaft oder zumindest zeitweilig Medikamente. Denken Sie aber auch an eine kleine Reiseapotheke. Mittel gegen Reiseübelkeit, Insektenstiche, Erbrechen, Durchfall etc. gehören hier genauso rein, wie etwas Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen.
Und für den Fall der Fälle sollten Ihnen Telefonnummern und Adressen von Tierärzten oder Tierkliniken auf dem Weg und am Zierort vorliegen. Das spart Ihnen im Notfall Zeit und kann im Ernstfall Leben retten.
Und noch etwas: bitte lassen Sie Ihren Hund niemals alleine im Auto! Bei Sonnenschein wird es innerhalb kurzer Zeit extrem warm in Ihrem Wagen. Und schon Außentemperaturen ab 20°C können im Auto für Ihren Hund lebensbedrohlich sein (mehr zum Thema finden Sie auch bei Tasso).

Und jetzt? Schönen Urlaub!

Aber halt! Haben Sie nicht noch etwas vergessen? Wo ist denn Ihr Hund? Schon im Auto? Gut, dann kann’s losgehen!

Foto: © Tom2859  / pixelio.de