Mit dem Hund auf Reisen

Sommerzeit ist Reisezeit!

Die schönste Zeit des Jahres ist für die meisten Menschen der Sommer. Dann geht es ab in den Urlaub. Egal, ob es in die Berge oder ans Meer geht, der Hund soll natürlich mit.
Sicher haben auch Sie schon Pläne geschmiedet. Aber haben Sie an alles gedacht?

Was gilt es zu beachten?

Wenn Sie mit Ihrem Hund ins Ausland reisen wollen, müssen Sie natürlich zu allererst die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes und aller dazwischen liegenden Transitländer beachten. Aktuelle Informationen hierzu erhalten Sie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Dazu gehören neben dem Nachweis über einen ausreichenden Impfschutz auch der EU-Heimtierausweis und ein implantierter Chip, der zweifelsfrei die Identität des Hundes nachvollziehbar macht.
Bitte kümmern Sie sich frühzeitig, denn für die Einreise in manche Länder muß ein ausreichender Schutz gegen Tollwut mindestens 30 Tage nach der Impfung und mindestens drei Monate vor der Einreise nachgewiesen werden. Also mindestens 4 Monate vor dem Urlaub kundig machen!

Hier geht’s lang

Als nächstes sollten Sie die Reiseroute planen. Wenn Sie mit dem Auto reisen, planen Sie bitte ausreichend Pausen für sich und den Vierbeiner ein. Vielleicht gibt es auf der Strecke geeignete Gebiete zum Gassigehen, aber auch für die Versorgung mit Futter und Wasser müssen Sie Pausen einplanen. Je nach Länge der Fahrt sollten Sie sich auch nach Hotels oder Pensionen erkundigen, in denen Ihr Hund willkommen ist.

Und dann heißt es: Koffer packen!

Zur Ausrüstung Ihres Hundes gehören wie bei Ihnen die gültigen Reisepapiere (EU-Heimtierausweis, evtl. schriftlichen Nachweis über ausreichenden Tollwutschutz).
Daneben brauchen Sie eine Transportbox oder ein Geschirr zur Sicherung Ihres Hundes während der Fahrt. Vielleicht machen Sie es Ihrem Vierbeiner auch mit einer Decke im Auto ein bischen gemütlich.
Für die Dauer der Reise sollten Sie Näpfe, sowie eine ausreichende Menge Futter und vor allem Wasser mitnehmen und leicht erreichbar verstauen. Falls Ihr Hund an Unverträglichkeiten leidet oder auf Futterwechsel empfindlich reagiert, nehmen Sie entsprechend mehr Verpflegung für die gesamte Urlaubsdauer mit. Über die gewohnten Leckerchen und Snacks freut sich Ihr Hund natürlich ebenso.
An die Gassiausrüstung wie Geschirr oder Halsband und Leine denkt man meistens, da sie einem im täglichen Zusammenleben mit einem Hund geläufig sind. Aber haben Sie auch an Körbchen und Decken als Liegeplatz für Ihren Vierbeiner gedacht? Nicht zu vergessen ein wenig Spielzeug, damit der Hund sich auch bei Ihrer Abwesenheit beschäftigen kann.
Leider kommen Sie auch im Urlaub nicht um die Fellpflege herum. Packen Sie also auch Hundeshampoo, Handtuch, Bürsten und Kämme ein. Je nach Reiseziel macht die Mitnahme von Antiparasitika, also Mitteln zum Abhalten oder Abtöten von Parasiten, sowie eine Zeckenzange Sinn.

Für den Fall der Fälle

Manche Hunde sind krank und benötigen dauerhaft oder zumindest zeitweilig Medikamente. Denken Sie aber auch an eine kleine Reiseapotheke. Mittel gegen Reiseübelkeit, Insektenstiche, Erbrechen, Durchfall etc. gehören hier genauso rein, wie etwas Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen.
Und für den Fall der Fälle sollten Ihnen Telefonnummern und Adressen von Tierärzten oder Tierkliniken auf dem Weg und am Zierort vorliegen. Das spart Ihnen im Notfall Zeit und kann im Ernstfall Leben retten.
Und noch etwas: bitte lassen Sie Ihren Hund niemals alleine im Auto! Bei Sonnenschein wird es innerhalb kurzer Zeit extrem warm in Ihrem Wagen. Und schon Außentemperaturen ab 20°C können im Auto für Ihren Hund lebensbedrohlich sein (mehr zum Thema finden Sie auch bei Tasso).

Und jetzt? Schönen Urlaub!

Aber halt! Haben Sie nicht noch etwas vergessen? Wo ist denn Ihr Hund? Schon im Auto? Gut, dann kann’s losgehen!

Foto: © Tom2859  / pixelio.de

Warum haben wild lebende Katzen keine Allergien?

Wild lebende Tiere verhalten und ernähren sich logischerweise Ihrer Art entsprechend: sie jagen und fressen die Dinge, die Ihnen naturgemäß zugedacht sind und Ihnen in Ihrer Umgebung zur Verfügung stehen. Domestizierte Tiere wie Hunde und Katzen hingegen sind durch Ihre Besitzer in der Auswahl von Futter und Umgebung eingeschränkt

Betrachten wir das Thema Ernährung genauer und fragen uns, wie eine Allergie entsteht.

In den Fachbüchern steht, daß eine Allergie durch den wiederholten Kontakt mit einer Eiweißverbindung und der daraus folgenden übermäßigen Antwort des Immunsystems gekennzeichnet wird. Aber wie kommt es, daß ein Organismus monate- oder sogar jahrelang ein an sich harmloses Eiweiß plötzlich als fremd identifiziert und eine solch übertriebene Reaktion heraufbeschwört?

Um das zu verstehen, muß man sich die Verdauung im Detail ansehen. Zunächst einmal wird Nahrung aufgenommen, zerkleinert und vom Magen weiter in den Dünndarm transportiert. Hier sorgen zahlreiche Enzyme dafür, daß die Nahrung (also primär Zuckermoleküle, Aminosäuren und Fette) zerkleinert und so für den Körper verfügbar gemacht werden. Und zwar so klein, daß sie die winzigen Zellzwischenräume der Darmwand passieren können und ins Körperinnere gelangen. Über den Blutkreislauf werden die Nährstoffe dann den einzelnen Organen zugeführt oder für schlechte Zeiten deponiert.

Entsteht die Allergie im Darm?

Nun bringt das Leben in einer industrialisierten – also eher naturfernen – Welt aber den Darm schon einmal aus dem Gleichgewicht. Seien es Infektionen, getrocknetes Fertigfutter in ungenügender Zusammensetzung, Medikamente wie Antibiotika und vieles mehr. Diese Faktoren können die Bakterienflora ungünstig verschieben und auch den Zusammenhalt der Darmzellen auflockern.

So gelangen dann größere Moleküle aus unserem Nahrungsbrei in den Organismus und werden dort als fremd identifiziert. Was folgt, ist die Antwort des Immunsystems. Wir sehen die Auswirkungen anhand von Darmproblemen, wie Durchfall und Flatulenzen. Aber auch Hautprobleme wie Juckreiz, schuppige Haut, stumpfes Fell, schlecht heilende Wunden sowie chronische Ohrenentzündungen können auf eine Futtermittelallergie hinweisen.

Wenn man den allergieauslösenden Stoff mittels Eliminationsdiät identifizieren kann, läßt man ihn einfach weg und die Symptome klingen ab. Oft hat man es aber mit Kreuzreaktionen oder nicht nur einem einzigen Allergen zu tun, so daß eine Identifikation schwierig, wenn nicht gar unmöglich wird. Bei mäkeligen Fressern (besonders Katzen), die nicht jede Futteränderung tolerieren, erst recht.

In solchen Fällen empfehlen Tierärzte oft eine hypoallergene Ernährung, also ein Futter, dessen Zutaten in kleinste Bestandteile zerlegt wurde, damit der Körper nicht mehr darauf reagiert.

Allerdings ist hiermit das Problem der durchlässigen Darmwand nicht behoben und manchmal kommen weitere Allergiauslöser dazu. Eine Rückkehr zu einer normalen Fütterung ist damit fast ausgeschlossen.Auch der Einsatz von Medikamenten lindert nur kurzfristig die Symptome, bekämpft aber nicht die Ursache. Im Gegenteil: vermehrter Appetit und unterdrücktes Immunsystem durch Cortison-Präparate, Verschiebung der Bakterienflora des Darmes durch Antibiotika-Gaben und Hautprobleme durch die gestörte Aufnahme von Nährstoffen sorgen dafür, daß der Körper erst recht auf die Störung reagiert.

Viel wichtiger wäre es also, den Darm zu entlasten, eine gesunde Flora aufzubauen und eine funktionsfähige Darmwand wieder herzustellen, die eine optimale Nährstoffaufnahme garantiert.

Giftstoffe im Darm kann man zum Beispiel mit Heilerde binden und zur Ausscheidung bringen, Naturjoghurt und Fermentgetreide unterstützen die natürliche Bakterienflora des Darmes. Zunächst gekochtes und später rohes Fleisch einer einzigen tierischen Quelle und Gemüse gewöhnen den Darm langsam an ein artgerechtes Futter. In ganz schlimmen Fällen kann man den Organismus mit Mitteln aus der Naturapotheke unterstützen.

Sobald die Zellen des Darmes wieder weniger durchlässig sind, bessern sich auch die Beschwerden, manche Allergie „verschwindet“ dabei wie von Zauberhand.

Quellen: Cindy Engel: Wild Health, S.: 263ff / Giulia Enders: Darm mit Charme, S.: 67 / Helmut Meyer / Jürgen Zentek: Ernährung des Hundes, S.: 240f / Dr. med. vet. Jutta Ziegler: Hunde würden länger leben, wenn…, S.: 37ff

Foto: © Rudolpho Duba / PIXELIO