Pre- und Probiotika

Daß eine gesunde Darmflora maßgeblich zur Gesundheit beiträgt, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Neben dem Abbau von Balaststoffen und der Bildung gesundheitsfördernder Stoffe, wie z.B. Vitaminen regt die Darmflora auch die Durchblutung und Mobilität des Dickdarms an.

Die Darmflora dient als Barriere der Abwehr schädlicher Substanzen und Keime und stimuliert das darmassoziierte Immunsystem.

Wenn die Darmflora aber aus dem Gleichgewicht gerät (z.B. durch unausgewogene Ernährung oder Medikamente), kann sie diese Aufgaben nicht mehr erfüllen. Dann helfen Pre- und Probiotika. Aber was ist das genau?

Der Begriff Probiotika stammt aus dem Altgriechischen (pro bios) und bedeutet soviel wie „für das Leben“. Probiotika sind natürliche Darm-Bewohner und normalerweise Bestandteil einer gesunden Darmflora.

Prebiotika sind dagegen unverdauliche Bestandteile unserer Nahrung, sogenannte Ballaststoffe, die den Dickdarmbakterien als Nahrung dienen.

Wenn Ihre Darmflora oder die Ihres Tiers aus dem Gleichgewicht gerät, können Sie also den Körper mit Präbiotika und einer ballaststoff- und vitaminreichen Ernährung unterstützen.

 

Foto: © Sigrid Rossmann / pixelio.de

 

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Hund und Katze sind Fleischfresser?

Oft werden Sie bezüglich der Ernährung in einen Topf geworfen, aber ganz so einfach ist es nicht.
Die Unterschiede im Hinblick auf die Verdauungsorgane und den Stoffwechsel sind zahlreich.
Während der Hund als Nachfahre des Wolfes ein Omni- oder Semi-Carnivore, also ein „Alles-/Fleischfresser“ oder „Halb-Fleischfresser“ ist, handelt es sich bei der Katze um einen echten Carnivoren, also ein Tier, das sich ausschließlich von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft ernährt. Neben Beutetieren fressen wildlebende Hunde und Wölfe auch Pflanzenteile wie z.B. Beeren, Gräser oder Wurzeln oder den Mageninhalt von Pflanzenfressern. Katzen tun dies nicht. Im Gegensatz zum Hund würde eine Katze auch niemals Aas anrühren.

Die „Beschaffung der Beute“ geschieht ebenfalls auf ganz unterschiedliche Weise: der Wolf als Vorfahre des Hundes jagt meist im Rudel und hetzt seine Beute bis zur totalen Erschöpfung. Aber jedes Rudelmitglied will vom Jagderfolg profitieren, daher muß sich jedes Tier beeilen, ein paar Brocken zu ergattern. Zum Zerlegen der Beute und Kauen des Fleisches bleibt keine Zeit, es wird hinunter geschlungen, was zwischen die Zähne gerät.

Die frei lebende Katze dagegen jagt alleine, lauert oft lange und unbeweglich in der Nähe der Beute und erlegt sie nach einem Sprung oder kurzen Sprint. Statt eines größeren Beutetieres erlegen Katzen in der Regel mehrere kleine Beutetiere pro Tag und sollten daher auch nicht länger als 24 Stunden fasten, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.  Außerdem nimmt sie sich Zeit, die Beute aufzufressen.

Aber es gibt noch mehr Unterschiede:

Katzen jagen vorwiegend nachts und verlassen sich dabei auf ihre guten Augen und Ohren. Ihr Geruchssinn spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die ausfahrbaren Krallen ermöglichen der Katze das Fassen und Festhalten der Beute. Diese Werkzeuge stehen dem Hund nicht zur Verfügung.
Katzen waren evolutionsgeschichtlich Wüstenbewohner und deckten Ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich aus dem Verzehr ihrer Beutetiere.  Wasser trinken gehört daher auch heute noch nicht zu Ihrem eigentlichen Verhaltensrepertoire. Um diese spärliche Flüssigkeitszufuhr bestmöglich auszunutzen, ist der Harnapparat hoch spezialisiert: der Urin wird mehrfach gefiltert und konzentriert, um möglichst wenig Wasser auszuscheiden.

Wenn Sie noch mehr Einblicke in die Ernährung von Hund oder Katze wünschen, sprechen Sie mich gerne an.

 

Foto: © remo meister / PIXELIO

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