Silvester: Traum oder Trauma für Ihr Tier?

Jedes Tier reagiert anders auf die Silvesterfeierlichkeiten: während der Hund meiner Nachbarn immer begeistert dem Feuerwerk zuschauen wollte, verkriechen sich die meisten meiner Patienten für einige Zeit. Manche kommen unmittelbar nach der Knallerei wieder aus Ihrem Versteck hervor und sind wieder die „alten“.

Aber manche Tiere leiden sehr und sind auch noch Stunden nach Ende des Feuerwerks verängstigt. Die Zeit vor dem Jahreswechsel und meist auch noch ein oder zwei Tage danach sind die Spaziergänge mit Hunden besonders problematisch: hier und da werden Raketen oder Böller abgefeuert und viele Hunde erschrecken derart, daß sie sich aus dem Halsband oder sogar dem Geschirr herauswinden.  Wenn Sie dann in Panik davonrennen, passieren leicht Unfälle, die für die Tiere meist schwerwiegende Folgen haben. Und selbst, wenn man ländlich wohnt, bleibt das Tier oft tagelang verschwunden. Katzen mit Freigang sind hiervon natürlich genauso betroffen und nicht selten findet man seinen Vierbeiner überfahren an der Straße wieder.

Einige Tips können helfen, das Schlimmste zu vermeiden:

  • beschränken Sie die Spaziergänge mit Hund (oder den Freigang Ihrer Katze) auf das Notwendigste und bleiben Sie nur kurz draußen.
  • sichern Sie Ihren Hund doppelt: mit Halsband und Geschirr
  • es gibt CDs mit Feuerwerk, die man schon im Vorfeld zur Gewöhnung zuhause abspielen kann: über einen Zeitraum von mehreren Wochen und mit langsam steigender Lautstärke
  • außerdem kann man mit der Hilfe eines versierten Trainers an der Angst und der Reaktion darauf arbeiten, aber auch hier benötigt man einige Zeit, bis der Hund alles verinnerlicht hat
  • bitte benutzen Sie keine Tranquilizer; diese stellen das Tier zwar äußerlich ruhig, erhöhen aber die Geräuschempfindlichkeit: für ein Tier mit feinstem Gehör der pure Horror!
  • natürlich gibt es auch andere schulmedizinische Präparate, aber auch die naturheilkundliche Apotheke hält einige gut wirksame Mittel bereit

Wenn Sie für Ihr Tier Hilfe benötigen, sprechen Sie mich gerne an!

 

Foto: © Matthias Riesenberg  / pixelio.de

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