Hätten Sie gewußt …

… daß die langsamen Seepferdchen rasend schnelle Krebse jagen?
Also zunächst verwundert es ja schon, daß Seepferdchen trotz ihres Aussehens zu den Fischen gehören. Ist aber tatsächlich so.
Weniger verwunderlich ist es aber, daß sie mit Ihrer wundersamen Art der Fortbewegung zu den langsamsten Fischen der Welt gehören.
Und zu Ihrem Lieblingsfutter gehören ausgerechnet die winzig kleinen, aber rasend schnellen Ruderfußkrebse. Ihren zahlreichen Jägern zu entkommen schaffen diese nur dadurch, daß sie Druckschwankungen und Turbulenzen im Wasser wahrnehmen und innerhalb von Millisekunden die Flucht ergreifen.
Es erscheint erst einmal aussichtslos, daß nun ausgerechnet die Seepferdchen im Zeitlupentempo diese schnellen Krebse jagen.
Aber die pferdeartige Kopfform der Seepferdchen mit der langen Schnauze verschafft Ihnen den entscheidenden Vorteil: oberhalb dieser Schnauze entstehen praktisch keine Turbulenzen. Und auch der Schwimmstil verwirbelt das Wasser nur minimal. So können sich die Seepferdchen von unten bis auf weniger als 2 Millimeter an die kleinen Krebschen „heranpirschen“, schnellen dann mit der langen Schnauze nach oben und saugen die Krebse ein.

Foto: © Lando Lampert / PIXELIO

Hätten Sie gewußt …

daß Katzenschnurren hilft, Knochenbrüche zu heilen?

Das Schnurren der Katzen entsteht im Kehlkopf und hat eine Frequenz von 27 bis 40 Hz. Die dabei entstehenden Vibrationen bringen die Muskelansätze in Schwingung und regen damit das Knochenwachstum an. Zudem lösen sie Muskelverspannungen und lindern dadurch Schmerzen und Ängste.
Und die Katzenbesitzer profitieren ebenfalls: Schlafstörungen, Streß-Symptome, hoher Blutdruck werden durch das Schnurren der Katze positiv beeinflußt.

Foto: © Julia Prang

Hätten Sie gewußt …

… daß Kolibris die einzigen Vögel sind, die rückwärts fliegen können?
Auch seitwärts fliegen oder im Flug auf der Stelle stehen bleiben, ist kein Problem. Ihre Anatomie mit einer hohen Beweglichkeit im Schulter- und Ellbogengelenk erlauben fast jede Flügelstellung und machen diese Manöver zusammen mit einer extrem hohen Frequenz von 40 bis 50 Flügelschlägen pro Sekunde (!!!) möglich.
Die hierfür benötigte Brust- und Oberarmmuskulatur macht beim Kolibri gut ein Viertel seines Gesamtgewichts aus.
Und auch Herz und Lunge des Kolobris erbringen Höchstleistungen: das Herz schlägt 400 bis 500 mal pro Minute und die Atemfrequenz liegt bei bis zu 250 Zügen pro Minute.
Jetzt könnte man meinen, daß der Kolibri viele Nährstoffe zur Erhaltung eines so schnellen Stoffwechsels benötigt. Aber sein extrem ausgeklügeltes Verdauungssystem ermöglicht dem Kolibri Reichweiten von bis zu 800km bei gerade mal 2 Gramm Nektar.

Foto: © Daniel Zdziebko / PIXELIO

Hätten Sie gewußt …

… daß Hummer das Meer als Frühwarnsystem für herannahende Hurricanes nutzen?
Zieht ein Hurricane herauf, sinkt die Wassertemperatur und der Salzgehalt steigt. Ein untrügliches Warnsignal für den Hummer, der dann in tiefere Gewässer flieht, um nicht von abbrechenden Korallen erdrückt zu werden.

Foto: © Hisildi / PIXELIO