Hätten Sie gewußt …

… daß die Nester von Kolibris hauptsächlich aus Spinnweben bestehen?
Dadurch ist das Nest flexibel und paßt sich den schnell wachsenden Küken an.
Denn der Stoffwechsel der Kolibris ist mit 500 Herzschlägen pro Minute und 40-50 Flügelschlägen pro Sekunde auf extreme Leistung ausgelegt, da muß auch das Wachstum in kürzester Zeit erfolgen…

Foto: © Wolfgang Resmer / PIXELIO

Wenn Katzen auf Katzen starren …

…sieht das erstmal harmlos aus. Aber ist es das auch?
Wenn wir Menschen jemandem in die Augen sehen, ist das ein intensiver Kontakt und kann durchaus Innigkeit ausdrücken. Bei Tieren ist das aber anders.
Einer meiner Kunden berichtete mir kürzlich erstaunt von einem Erlebnis mit seinen beiden Katzen. Er hatte für seine vorhandene ruhige Katze eine junge, temperatmentvolle Katze zur Gesellschaft geholt. Durch das vorübergehend installierte Gitter starrten sich beide wie gebannt mehrere Minuten lang an, bis die Jüngere von beiden zurückwich und sich abwandte.
Starren mit weit geöffneten Augen ist ein direktes Signal, welches die Katze als aggressiv und bedrohlich empfindet.
Im Beispiel meines Kunden führten die beiden Tiere ein subtiles Machtspiel aus, bei dem am Ende die jüngere Katze durch das Wegdrehen die Kapitulation anzeigte.
Mit dieser feinen Art der Kommunikation ist es Katzen möglich, Rivalitäten untereinander auszutragen, ohne den Gegener angreifen zu müssen und eigene Verletzungen zu riskieren. Aber das funktioniert auch in der Kommunikation zwischen Katze und Mensch.
Sehen wir als Menschen – ohne aggressiven Hintergedanken – unsere Katze an, so kann es passieren, dass sie diesen Blick nicht als innige Liebe interpretiert, sondern als Machtspiel oder gar Aggression.
Durch langsames Blinzeln kann man hingegen der Katze signalisieren, dass man Vertrauen zu ihr hat. Sie empfindet die Geste weniger aggressiv und wird vielleicht sogar Ihr Blinzeln erwidern.
So, jetzt haben Sie genug auf diese Seite gestarrt. Ich hoffe, der Artikel hat Ihnen gefallen und Sie konnten etwas über die Kommunikation mit Katzen für sich mitnehmen.

Foto: © Julia Prang

Hätten Sie gewußt …

… daß die langsamen Seepferdchen rasend schnelle Krebse jagen?
Also zunächst verwundert es ja schon, daß Seepferdchen trotz ihres Aussehens zu den Fischen gehören. Ist aber tatsächlich so.
Weniger verwunderlich ist es aber, daß sie mit Ihrer wundersamen Art der Fortbewegung zu den langsamsten Fischen der Welt gehören.
Und zu Ihrem Lieblingsfutter gehören ausgerechnet die winzig kleinen, aber rasend schnellen Ruderfußkrebse. Ihren zahlreichen Jägern zu entkommen schaffen diese nur dadurch, daß sie Druckschwankungen und Turbulenzen im Wasser wahrnehmen und innerhalb von Millisekunden die Flucht ergreifen.
Es erscheint erst einmal aussichtslos, daß nun ausgerechnet die Seepferdchen im Zeitlupentempo diese schnellen Krebse jagen.
Aber die pferdeartige Kopfform der Seepferdchen mit der langen Schnauze verschafft Ihnen den entscheidenden Vorteil: oberhalb dieser Schnauze entstehen praktisch keine Turbulenzen. Und auch der Schwimmstil verwirbelt das Wasser nur minimal. So können sich die Seepferdchen von unten bis auf weniger als 2 Millimeter an die kleinen Krebschen „heranpirschen“, schnellen dann mit der langen Schnauze nach oben und saugen die Krebse ein.

Foto: © Lando Lampert / PIXELIO

New dogs with jobs

Früher hatten die Hunde noch Aufgaben. Und heute? Da treibt die Tierzucht bisweilen merkwürdige ästhetische Blüten. Dabei gäbe es doch noch so viel zu tun…
Noch vor ein paar Jahren wurden Hunde mit dem Ziel gehalten, den Hof zu bewachen, die Schafe zu hüten oder Wild aufzuscheuchen. Für einige Hunde gibt es natürlich immer noch eine handwerkliche Verwendung, wie z.B. für den Blindenhund, den Lawinen- oder Drogenspürhund. Auch neue „Jobs“ wie Epilepsie- oder Diabetes-Warnhunde gibt es.
Heute aber dienen Hunde eher der Gesellschaft des Menschen oder sollen ästhetische Anforderungen erfüllen. Wenn der Mops wegen seiner kurzen Schnauze kaum noch Luft bekommt und bei englischen Bulldoggen der Kaiserschnitt zur Regel wird, weil der Schädel der Welpen zu massiv für den Geburtskanal ist, dient die Zucht allerdings keinem sinnigen Zweck.
Ich finde es daher an der Zeit, sich wieder auf den ursprünglichen Zweck der Zucht zu besinnen! Hier meine persönliche – nicht ganz ernst gemeinte – Wunschliste:

  1. Der Werkstatt-Basset
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    Wegen seiner kurzen Beine häufig belächelt, würde sich doch gerade der Basset besonders gut als Werkzeug-Gehilfe in Werkstätten eignen. Er kennt sich aus, und kann dem Meister immer das passende Werkzeug reichen, wenn dieser auf der Rollpritsche unter dem Wagen liegt.
  2. Der Shopping-Pudel
    Dogs_with_jobs_Shopping_Pudel
    Oder der Shopping-Pudel, der sich immer passend und stilecht zum eigenen Outfit präsentiert und elegant die eingekauften Modeaccessoires nach Hause trägt. Und für die preisbewußte Frau erschnüffelt er auch das ein oder andere Schnäppchen. Na, wollen Sie auch so einen „Shopudel“? Den gibt es sogar in verschiedenen Größen, selbst in Size Zero.
  3. Der Powerbank-Bernhardiner
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    Was dem Lawinenopfer der rettende Schnaps war, ist dem heutigen Alpinisten die Notfallstromversorgung für das Smartphone. Ein Bernhardiner als mobile Ladestation ist der richtige Ansatz. Egal ob Schneeverhältnisse aus St. Moritz oder die aktuellen Modetrends aus Ischgl: Mit diesem Hund bleibt Herrchen stets up-to-date.
  4. Der Wischmop-Bobtail
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    Mit seinem besonders saugfähigen Fell wäre der Wischmopp-Bobtail im Haushalt eine echte Hilfe, um alle Böden naß zu wischen. Und weil der Name ein echter Zungenbrecher ist, habe ich ihn auf „Wisch-Bob“ abgekürzt. Das läßt sich doch viel leichter merken. Gut ausgebildet, kann man den Stil abschrauben und er findet allein die schmuddeligsten Ecken. Damit übertrifft er jeden Saugroboter.
  5. Der Parkplatz-Windhund
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    Bei der Parkplatzsuche im Einkaufscenter könnte ein Windhund behilflich sein, der einem in Windeseile einen freien Platz zeigt. Und wem das Einparken schwer fällt, dem ist der „Windi“ ebenfalls behilflich. Durch Bellen in ansteigender Frequenz zeigt er den geringer werdenden Abstand zum Nachbarauto an, bevor es kracht.
    Welche neue Rasse ist Ihr Favorit? Welche Marktlücke sollen Züchter Ihrer Meinung nach noch füllen? Auf Ihre Kommentare und Ideen freue ich mich schon jetzt!
    Und wer noch ein bischen sein Evolutionswissen erweitern möchte, dem sei der Artikel von Axel Hacke des Süddeutsche Zeitung Magazins empfohlen.

Hätten Sie gewußt …

daß Katzenschnurren hilft, Knochenbrüche zu heilen?

Das Schnurren der Katzen entsteht im Kehlkopf und hat eine Frequenz von 27 bis 40 Hz. Die dabei entstehenden Vibrationen bringen die Muskelansätze in Schwingung und regen damit das Knochenwachstum an. Zudem lösen sie Muskelverspannungen und lindern dadurch Schmerzen und Ängste.
Und die Katzenbesitzer profitieren ebenfalls: Schlafstörungen, Streß-Symptome, hoher Blutdruck werden durch das Schnurren der Katze positiv beeinflußt.

Foto: © Julia Prang